Anwendungsgebiet Medizin

Das Verfahren wird therapieergänzend hauptsächlich in Neurologie, Geriatrie, Orthopädie, Altenpflege, bei Menschen im Wachkoma und bei Menschen mit geistig und/oder körperlichen Behinderungen angewendet. Das MEDIWAVE 7000 bietet über musik- und toninduzierte Vibrationen und mit Hilfe einer Lichtbrille verschiedene Möglichkeiten der ganzkörperlichen Einwirkung.  Die bisher rund 10- jährigen Anwendungserfahrungen (jährlich werden mehrere tausend Patienten - Kinder und Erwachsene - behandelt) deuten darauf hin, dass mit dem Gerät Elemente

  • aus der Musiktherapie
  • der basalen Stimulation
  • dem Snoezelen-Konzept
  • der Muskelrelaxation
  • der Atemmassage
  • der Schmerztherapie

umgesetzt werden können - ohne den hier sonst üblichen Personal- und Hilfsmittelaufwand.

Drei Schallgeber sind in eine faltbare mit Tragegriffen versehene Matratze eingearbeitet. Über eine einfach zu bedienende Steuereinheit werden hör- und spürbare Musik oder Tonfolgen abgegeben. Patienten / Bewohner spüren tiefreichende Vibrationen, die mit der Steuereinheit in Intensität, Frequenzbereich und nach Körperabschnitt variiert werden können. Weiterhin besteht die Möglichkeit, über eine anschließbare Lichtbrille Gehirnwellenfrequenzen über die Augen ins Gehirn zu leiten.

Es werden also taktile, akustische und visuelle Reize gesetzt, wahlweise als Anregung oder zur Entspannung.
Gemäß den bisherigen Erfahrungen ist Schallwellenmassage eine gute Vorbereitung / Ergänzung ärztlicher, physiotherapeutischer, ergotherapeutischer  logopädischer und pflegerischer Maßnahmen in Kliniken, Pflegeheimen, Behinderteneinrichtungen und Praxen. In der Anwendung bequem zu Hause bietet sie die Möglichkeit, selbst oder für betroffene Angehörige ein zusätzliches Therapeutikum zu jeder Tageszeit zu nutzen für mehr Lebensqualität. Dabei können in vielen Fällen folgende Ziele erfolgreich verfolgt werden:

Es besteht keine Verletzungsgefahr, wie bei mechanischen Behandlungsvorgängen. Dieser Vorteil macht das MEDIWAVE 7000 zu einem der sichersten Produkte in Therapie und Wellness.

Nach den bisherigen Anwendungsbeobachtungen (ohne wissenschaftlichen Anspruch) können folgende Personengruppen profitieren:

Personen mit Schwierigkeiten der Körperwahrnehmung und Lähmungen bei neurologischen Erkrankungen 

Personen nach Schlaganfall. Die Betroffenen sind in jeder Hinsicht aus dem "Takt geraten", denn es geht in unterschiedlicher Ausprägung um: Sprachverlust, Bewegungsverlust, Hörverlust, Wahrnehmungsverlust

Personen die aufgrund entzündlich rheumatischer Erkrankungen oder Weichteilrheuma  physikalische Therapien als eher belastend empfinden

Personen mit Bewegungsstörungen (z.B. Parkinson) und Muskelerkrankungen

Personen mit Gelenkproblemen oder Knochenschwund (Osteoporose)

Personen mit Lymphabflussstörungen z.B. nach Mamma - OP oder in der Schwangerschaft

Personen mit Schmerzzuständen durch reflektorische oder psychogene Muskelverspannungen (z.B. bestimmte Rückenschmerzen und Spannungskopfschmerzen)

Personen mit Langzeitbeatmung oder mit chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen (Astma, COPD, Mukoviszidose) zur mechanischen Sekretdrainage, Lungenbelüftung, Entspannung der Atemhilfsmuskulatur und Ausgleich des Vegetativums

Personen mit geistigen und/oder körperlichen Behinderungen.

Personen mit psychischen Störungen, um sie in Kontakt mit Ihren Emotionen zu bringen und so Spannungen und Ängste abzubauen

Personen im Wachkoma. Mit Klängen kann man auch Schwerstkranke erreichen, über das Gehör und die Körperwahrnehmung. Durch Klänge werden Empfindungen, wie Vertrauen, Geborgenheit und Nähe transportiert. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Lieblingsmelodie spüren zu lassen. Es geht u.a. um Linderung von Spastik und Schmerzen, um Darmregulation, Sekretolyse, Kontraktur- und Pneumonieprophylaxe

Personen mit Demenz zur emotionalen Stabilisierung und Anregung der Sensorik

Personen mit chronischen Phantomschmerzen

Personen mit großen Schwierigkeiten in der Krankheitsverarbeitung, mit Problemen, die typisch sind für posttraumatische Belastungsstörungen, z. B. Schlafstörungen, Erschöpfungszustände, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Depressive Stimmung, Antriebsschwäche

Personen mit angeborener oder erworbener Gehörlosigkeit kann man Töne und Musik durch die Körperwahrnehmung erlebbar machen.

Für Personen mit nicht medikamentös kompensierten Anfallsleiden und lebenserhaltenden elektronischen Implantaten (Herzschrittmacher, Defibrillatoren) ist das Verfahren ungeeignet